Magazin Politik Politik Bundeswehr empört über Medal of Honor
Dienstag, den 24. August 2010 um 16:39 Uhr

Bundeswehr empört über Medal of Honor

Artikel bewerten
(3 Stimmen)
Bundeswehr empört über Medal of Honor Copyright Dice & EA
Der Bundeswehrverband zeigt sich entsetzt über den neuen Shooter von Electronic Arts. Grund dafür ist, dass der Schauplatz des neuesten Teiles des Shooter-Klassikers nicht, wie seine Vorgänger, im 2. Weltkrieg angesiedelt ist, sondern in Afghanistan.

Wilfried Stolze, Sprecher des Bundeswehrverbands, kritisiert im Nachrichtenmagazin Focus: "Es ist widerwärtig, so ein Spiel auf den Markt zu bringen, während in Afghanistan Menschen sterben". Liam Fox, der britische Verteidigungsminister geht noch einen Schritt weiter und fordert die britischen Händler auf Medal of Honor aus dem Sortiment zu nehmen. "Ich bin angewidert und verärgert. In meinen Augen ist es unvorstellbar, solch ein unbritisches Spiel in den Händen eines Bürgers zu sehen," so Fox.

Electronic Arts hingegen reagiert gelassen. "Wenn aktuelle Gewalt in Büchern, Filmen oder im TV thematisiert werden darf, warum nicht auch in einem Game?", lies der kalifornische Publisher verlauten.
Zuletzt aktualisiert Dienstag, den 24. August 2010 um 17:03 Uhr

1 Kommentar

  • Direktlink Rafael Landwehr Freitag, den 17. September 2010 um 22:03 Uhr Geschrieben von: Rafael Landwehr

    Widerwärtig ist der Krieg in Afghanistan, das Spiel stellt lediglich eine Interpretation der Geschehnisse dar. Der Bundeswehrverband unterstützt übrigens diesen Krieg, hätte sich daher mit Äußerungen in diese Richtung eher zurückzuhalten. Und der britische Verteidigungsminister kann erstmal seine Soldaten aus Afghanistan abziehen, bevor er meint, ein betreffendes Videospiel wäre eventuell moralisch fraglich.

    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Kommentar hinzufügen


Besucher

Wir haben 151 Gäste online

Pirate Gaming Login