Da es sich bei dem unter Demagogen sehr beliebten Wort "Killerspiel" um eine künstliche Schöpfung aus dem Bereich politischen Neusprechs ohne tatsächliche Bedeutung handelt, hat sich die Süddeutsche Zeitung in einem Artikel vom 27. 10. darum bemüht den Grundstein einer sinnvollen Bedeutung zu legen.
Nach den neusten Infos der vergangenen Tage lassen sich die Fans von Modern Warfare 2 in verschiedene Gruppen einteilen.
Die Entwickler von Call of Duty 6: Modern Warfare 2 planen einige Dinge anders zu machen, als es in den vorherigen Titeln der Call of Duty Reihe gemacht wurde. Der Community von Call of Duty passen einige dieser neuen Wege überhaupt nicht. Wird aus der Shooter-Hoffnung vielleicht doch ein Flop?
Die Wunden des letzten tragischen Amoklaufes waren gerade erst oberflächlich geheilt, und während sich in den Pressekonferenzen die Politiker aus allen Parteien versuchten mit den Verbotsforderungen gegenüber der Gamer-Szene, der eine offizielle Lobby bis zum heutigen Tage fehlt, zu übertrumpfen, kam aus der kleinen Alpenrepublik Österreich ein kleiner Smash-Hit, dessen Refrain anstimmt:
„Mehr Waffen, mehr Feinde“
Warum werden Gamer kritisiert, nur weil sie gerne Spaß in ihrer Freizeit haben? Menschen sind bekanntlich "Jäger und Sammler", warum sollte man ihnen also verbieten, ihren inneren Wurzeln beim Spielen aus dem Weg zu gehen? Es tritt das Gefühl, dass man jemandem Überlegen ist auf die Bildfläche und nicht der Drang, die Szenarien die sich auf dem Bildschirm abspielen in die Wirklichkeit zu übertragen. Die Probleme für den Weg des Amoklaufs als letzer Ausweg für einen verzweifelten Menschen sind an einer anderen Stelle zu suchen...
"Krieg in deutschen Kinderzimmern" Diese und ähnliche Phrasen leiten meist einen eher bescheiden recherchierten Artikel ein, der sich vor allem auf eines stützt: Mutmaßungen von vermeintlichen Experten. Die Korellation von Computerspielen und Gewalt sei demnach so logisch wie jene zwischen dem Rauchen und Lungenkrebs, wird da behauptet. Kids, die auf die gesellschaftlichen Barrikaden gehen, Verfall von Gehorsam, der Sitten und guten Bräuche - wie es bemerkenswerterweise schon in vorchristlichen Zeiten von griechische Philosophen beklagt wurde.