Mit dem Treffen der Generationen laden die Wupperpiraten zu einem kulturellen und politischen Austausch der Generationen ein. Einen Tag und eine Nacht lang können Gamer hier ihr Hobby in Form einer LAN-Veranstaltung präsentieren, während themenfremde Bürger dazu eingeladen sind, sich die Kultur der "Generation C64" einmal selber anzuschauen.
Die Wunden des letzten tragischen Amoklaufes waren gerade erst oberflächlich geheilt, und während sich in den Pressekonferenzen die Politiker aus allen Parteien versuchten mit den Verbotsforderungen gegenüber der Gamer-Szene, der eine offizielle Lobby bis zum heutigen Tage fehlt, zu übertrumpfen, kam aus der kleinen Alpenrepublik Österreich ein kleiner Smash-Hit, dessen Refrain anstimmt:
„Mehr Waffen, mehr Feinde“
Warum werden Gamer kritisiert, nur weil sie gerne Spaß in ihrer Freizeit haben? Menschen sind bekanntlich "Jäger und Sammler", warum sollte man ihnen also verbieten, ihren inneren Wurzeln beim Spielen aus dem Weg zu gehen? Es tritt das Gefühl, dass man jemandem Überlegen ist auf die Bildfläche und nicht der Drang, die Szenarien die sich auf dem Bildschirm abspielen in die Wirklichkeit zu übertragen. Die Probleme für den Weg des Amoklaufs als letzer Ausweg für einen verzweifelten Menschen sind an einer anderen Stelle zu suchen...
Norman Schlorke, 19-jähriger Gamer und eSportler aus Karlsruhe, war in den vergangenen Monaten mediale Leitfigur der Gamer-Szene, denn er organisierte die ersten Demonstrationen unter dem Motto "Wir sind Gamer" gegen die fortlaufende Kriminalisierung der Gamer-Community seitens der Politik. Mit Gründung des Verbands für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) professionalisiert sich nun eine Interessensvertretung für die gesamte Gamer-Community. Wir trafen Norman Schlorke auf der gamescom und wollten mehr wissen über ihn und den VDVC...
"Krieg in deutschen Kinderzimmern" Diese und ähnliche Phrasen leiten meist einen eher bescheiden recherchierten Artikel ein, der sich vor allem auf eines stützt: Mutmaßungen von vermeintlichen Experten. Die Korellation von Computerspielen und Gewalt sei demnach so logisch wie jene zwischen dem Rauchen und Lungenkrebs, wird da behauptet. Kids, die auf die gesellschaftlichen Barrikaden gehen, Verfall von Gehorsam, der Sitten und guten Bräuche - wie es bemerkenswerterweise schon in vorchristlichen Zeiten von griechische Philosophen beklagt wurde.