Review: World of Tanks

Vor zwei Wochen feiert Wargaming.net Ihr 2 jähriges Bestehen mit Ihrem MMO Spiel World of Tanks. Schon nach fast einem Jahr verdrängte World of Tanks das 2 Jahre ältere Spiel League of Legend von Rang 1 beim Golden Joystick Award. In einer sehr kurzen Zeit stieg die Anzahl an aktiven Spielern in World of Tanks. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Spiel mit der Abkürzung „WoT“?
 
World of Tanks ist ein teambasiertes Onlinespiel mit, wer hätte es gedacht, natürlich Panzern. In jedem Gefecht treten sich 30 wackere Panzerkommandanten gegenüber, die in 2 Teams á 15 Mann gesplittet sind. Ihr Ziel ist es die feindliche Basis einzunehmen oder jeden einzelnen gegnerischen Panzer zu zerstören. Am Anfang von World of Tanks gab es nur einen Spielmodi. Das sogenannte Standardgefecht. Jedes Team besitzt Ihre eigene Basis die Sie verteidigen müssen. Im Herbst 2012 fügte Wargaming.net 2 weitere Spielmodi hinzu. Zum einen das Begegnungsgefecht, hier verfügt die Karte nur über eine Basis welche die Teams einnehmen müssen. Der zweite Modus nennt sich Angriff. Wie der Name schon vermuten lässt werden die Teams unterschieden zwischen Angreifer und Verteidiger. Ziel der Angreifer ist es, die gegnerische Basis zu stürmen und einzunehmen. Die Verteidiger müssen versuchen dies zu verhindern.

In World of Tanks können die Kommandanten, im Moment, zwischen 6 Panzernationen auswählen. Folgende Nationen stehen zur Verfügung: Deutschland, Frankreich, Amerika, Russland, China und England. Jede Nation wird wiederum unterteilt in verschiedene Panzertypen. Unterteilt sind die Panzertypen in Artillerie, Scouts, Mittlere Panzer, Schwere Panzer und Jagdpanzer. Jeder Panzertyp hat eine andere Aufgabe im Spiel, z.B. werden Scouts benutzt um die gegnerischen Panzer aufzuklären, die Artillerie kann über eine große Distanz zielgenau den gegnerischen Panzer treffen und Ihm Schaden zufügen aber auch als Nahkampfpanzer benutzt werden. Somit besitzt der Kommandant eine große Auswahl an Panzern.

Loggt man sich das erste Mal in WoT ein, stehen 6 Panzer in der Garage. Diese Panzer sind Anfangspanzer und müssen für die Erforschung von neuen Panzern gefahren werden. Um neue Panzer freizuspielen, müssen Erfahrungspunkte gesammelt werde. Anders als in anderen Spielen werden die Erfahrungspunkte nicht durch das zerstören von Gegnern berechnet sondern durch den verursachten Schaden. Auch durch das Aufdecken der Gegner und dem darauf folgenden zerstören durch Teammitgliedern werden Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Nach einer gewissen Menge an Punkten kann man weitere Module oder auch neue Panzer freischalten und mit Credits kaufen. Um schneller an Erfahrungspunkte und Credits zu gelangen ist es möglich sich durch Echt Geld eine Premiumzeit zu kaufen. Dies kostet ca. 10 € pro Monat.

Alles in allem bietet World of Tanks einen dauerhaften Spielspaß sowie eine nette und hilfsbereite Community.

Studie: Medialer Einfluss auf Kinder

Wie schon so häufig gibt es immer wieder Studien über den Einfluss von Screen Entertainment (Fernseh- und Computerkonsum) bei Kindern. Nun ist Ende März 2013 eine weitere Studie erschienen, die britische Wissenschaftler erstellt haben.

Die Studie „Millennium Cohort Study“ verfolgte ca. 11.000 Kinder in einer Langzeitstudie über den Gesundheitszustand der zwischen 2000 und 2002 geborenen Kinder. Durch diese Studie wird ersichtlich, dass ein Zusammenhang zwischen dem Computerkonsum und Verhaltensstörungen nicht großartig zu vermerken ist. Es hängt hierbei von der Aufnahmezeit ab. Das bedeutet, je mehr Stunden die Kinder vorm Fernseher oder Computer sitzen, desto wahrscheinlicher kann es sein, dass es zu Veränderungen in ihrem Verhalten kommt. Doch inwieweit ist dies verlässlich? Da in dieser Langzeitstudie die Mütter die Angaben an das Institut verschickt haben kann es durchaus passieren, dass die Daten verfälscht sind. Somit kann man sich nicht 100% auf die Studie stützen. Sie kann nur als Anhaltspunkt dienen.

Als Beispiel für das geringfügige höhere Risiko werden die Daten von fünfjährigen Kindern genommen. Durch dem Konsum von ca. drei Stunden und mehr täglichen fernsehens kann der Risikofaktor der Verhaltensänderung von Kindern um etwa 0.13% steigen. Dieser Faktor besteht nicht bei Kindern, die unter einer Stunde pro Tag vor dem Fernseher verbringen. Man muss bei diesen Langzeitstudien aber auch beachten, dass andere Disparitäten und soziale Aspekte völlig außer acht gelassen werden. Die Auswirkungen von sozialen Differenzen mit Gleichaltrigen oder auch familiäre Probleme werden vollkommen vernachlässigt.

Wiedermal kann durch eine Studie, der Fernseh- und Computerkonsum nicht 100% für eine Erklärung der Verhaltensprobleme bei Kindern benutzt werden. Ob dies je möglich ist und ob dies überhaupt Sinn macht ist eine andere Sache. Was aber nicht von der Hand zu weisen ist, ist der Zusammenhang zwischen Konsum und der körperlichen Gesundheit. Durch massiven Fernseh- und Computerkonsum erhalten die Kinder zu wenig Bewegung und körperlichen Ausgleich.

Ausgegruschelt

Einstmals eine große Community hat es sich nun ausgegruschelt. SchülerVZ geht endgütlig vom Netz. Ab dem 30. April ist Schluss. Dann sollen „alle deine Inhalte und Daten vollständig und unwiederbringlich gelöscht“ werden.
Wirklich trauern um das am 28. Februar 2007 erschienene Social Network wird wohl niemand. Vielen war, seit dem rasanten und stetigen Anstieg von Facebook, der Untergang von SchülerVZ klar. Das VZ-Netzwerk konnte nie wirklich Fuß fassen und verzeichnete zuletzt nur noch die bescheidene Anzahl von 200.000 Nutzern.
Die Webseite www.wannstirbtstudivz.net, welches durch die Entwicklung der Nutzerzahlen das Ende der Plattform vorhergesagt hatte, hat sich demnach leicht verschätzt. Hier wäre SchülerVZ noch bis zum Sommer durcgekommen. Böser ist die Webseite www.wannstirbtstudivz.com. Sie verlinkt inzwischen, getreu dem Motto „wer den Schaden hat, braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen“, auf einen Ratgeber im Amazon-Shop: „So retten Sie Ihr Unternehmen mit dem Insolvenzplanverfahren“.

War Thunder Open Beta

Pirate Gaming testet für euch heute War Thunder vom russischen Unternehmen Gaijn hergestellt und betrieben, welches sich zurzeit in einer Open Beta befindet. Wir schauen auf die Inhalte, während gleichzeitig Bugs ausgemerzt und das Balancing angepasst wird.

Auf dem ersten Blick ist das Interface von War Thunder nach dem Start ziemlich einfach zu verstehen. Der Spieler kann zwischen fünf Nationen wählen: Deutschland, Russland, Amerika, England und Japan. Zur Auswahl stehen Ihm nun jeweils 3 Reserve Flugzeuge die er spielen kann. Nach Auswahl einer Nation kann man nun ins Gefecht starten. Nach einer kurzen Ladezeit öffnet sich ein Menü und der Spieler steht vor der Auswahl welches der 3 Flugzeuge er zuerst fliegen möchte. Durch die Auswahl des Flugzeugs gelangt der Spieler direkt in das Gefecht. Ziel bei den unterschiedlichen Spielmodi ist die Einnahme von Flughäfen, die Zerstörung von Bodenzielen. Auch bei einer kompletten Zerstörung aller gegnerischen Flugzeuge ist das Gefecht beendet. Durch das Treffen eines gegnerischen Flugzeuges bekommt man Erfahrungspunkte und Silver Lions (die Währung in War Thunder).

Ziel des Spielers ist es so viele Erfahrungspunkte wie möglich zu bekommen um schneller in dem Rang der Nation und im Spielerrang aufzusteigen. Durch einen Aufstieg in einen neuen Rang der Nation werden neue Flugzeuge freigeschaltet, welche durch Silver Lions gekauft werden können. Durch die Erhöhung der Crewanzahl kann der Pilot mehr Flugzeuge mit in das Gefecht nehmen und hat somit eine größere Auswahl.

War Thunder bietet eine große Auswahl an historischen Flugzeugen und die Luftgefechte sind bei hohen Grafikeinstellungen atemberaubend. Nervig ist allerdings am Anfang die Steuerung doch durch eine Eingewöhnungszeit hat man alle Kniffe rausgefunden. Gaijin plant in der nächsten Zeit sein Spiel zu erweitern und auch Panzer und Kriegsschiffe in das Spiel einzubauen. In der Spielergemeinschaft gilt War Thunder als großer Konkurrent zu dem noch in der close Beta befindlichen Spiel World of Warplanes vom Unternehmen Wargaming.net.

War Thunder bietet einen besonders atemberaubenden Spielspaß. Wer auf schnelle Flugzeuge mit viel Feuerkraft steht sollte sich dieses Spiel herunterladen und auch einmal antesten. Ein echtes Fazit lässt sich aber noch nicht geben. Wir dürfen dennoch gespannt sein, was Gaijn noch in die Entwicklung steckt.

Ubisoft abgemahnt wegen Siedler Online

Nach EA, Blizzard und Valve wurde nun auch Ubisoft wegen kurzfristiger Änderung der AGB von Die Siedler Online, die die Spieler annehmen mussten, um weiterzuspielen, abgemahnt.

Spieler, die bisher „Die Siedler Online“ gespielt haben, mussten eine neue, rechtswidrige AGB annehmen, um weiter spielen zu können. Ähnliches war im Falle Steam auch im November 2012 der Fall, bei denen Spieler ihre gesamten Käufe verloren hätten, sollten sie die neue AGB ablehnen.

Bei der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. sind unzählige Beschwerden eingegangen, die letztendlich zur Abmahnung geführt haben. Den Spielern ist nicht einmal bewusst, auf welche Art und Weise, geschweige denn wo ihre Daten gesichert werden. Angeblich seien auch kanadische Server darunter gewesen. 

Ubisoft hat bis zum 11.04.2013 Zeit, die Abmahnung zu unterschrieben. Wie sich Ubisoft entscheidet, kann man nicht absehen. Valve hatte einer damaligen Abmahnung nur teilweise zugestimmt, das Verfahren vor dem Landesgericht Berlin hat noch nicht stattgefunden.

Was haltet ihr von kurzfristigen AGB Änderungen, egal auf welcher Plattform? 

LucasArts gibt’s nicht mehr

Studiobesitzer Disney hat das Entwicklerstudio LucasArts geschlossen und alle Mitarbeiter entlassen.

Ein Beitrag von Samuel Müller-Späth:

Damit wurden auch alle Projekte eingestampft, die sich momentan in Entwicklung befanden, unter anderem auch der inoffizielle Nachfolger zu Star Wars Battlefront 2 mit dem Namen Star Wars: The First Assault, zu dem auch schon einige Bilder im Internet aufgetaucht sind. Laut einem Statement von Disney hat man sich entschlossen, das Star Wars Franchise auf ein Lizenzierungsmodell umzustellen, was Videospiele betrifft, um so eine größere Breite an zukünftigen Star Wars- Spielen zu ermöglichen. LucasArts war einer der Pioniere der Computerspielbranche und hatte in den Neunzigern Erfolge mit Adventures wie der Monkey Island Reihe und Maniac Mansion, sowie Sam & Max. Ab 2000 wurden unter LucasArts hauptsächlich die Star Wars Titel veröffentlicht.

47 is back!

Wahlweise mit viel Rumms oder möglichst unauffällig schlüpft der Spieler im fünften Teil des Hitman-Franchises wieder in die Rolle des Agenten mit dem Strichcode.

Ein Beitrag von Samuel Müller-Späth:

Das Gameplay ist prinzipiell simpel: Eliminiere Ziel X auf irgendeine Weise, und entkomme dem Tatort. Scheint einfach zu sein, ist es aber nicht immer. Selbst wenn sich der Spieler dazu entschließt, einfach alles über den Haufen zu schießen, so braucht er doch einiges an Ausdauer, um alle Hindernisse auszuschalten. Deshalb lohnt es sich auch meistens, den komplizierteren Weg zu gehen, um so auch die Tiefe des Spieles wirklich zu erleben.

Überall sind benutzbare Gegenstände, z.B. Flaschen, Ziegelsteine, etc., welche sich allesamt als Waffe oder als Ablenkungswerkzeug benutzen lassen. Generell sind die einzelnen Level sehr detailliert gemacht, so dass selbst bei mehrmaligen Starten eines Levels selten Langeweile aufkommt. Überhaupt lässt sich an der Grafik von Hitman: Absolution nichts bemängeln. Die Schatten von Objekten lassen sich wunderbar erkennen, und auch die verschiedenen Charaktere des Spiels sind überaus detailliert modelliert. Darüber hinaus lohnt es sich sowieso, die Level mehrfach durchzuspielen, um so jeden erdenklichen Weg zu finden, das Ziel zu eliminieren.

Die Steuerung erscheint zu Beginn ein wenig kompliziert, daran gewöhnt man sich aber relativ schnell. Neben des bekannten Storymodus gibt es in Hitman: Absolution als neuen Spielmodi die sogenannten Contracts. Dieser Modus beinhaltet verschiedene Missionen, die von Hitman-Spielern erstellt wurden und dann global gespielt werden können. Um selber solche Missionen zu erstellen, startet man das Tutorial, das auf eine simple Art und Weise erklärt, wie es funktioniert: Ziel markieren, Ziel eliminieren, entkommen. Wenn der Spieler es nämlich selber nicht schafft, sein eigenes Level zu spielen, so ist es wahrscheinlich anderen auch nicht möglich.

Hat man aber einen Contract eines anderen Spielers gespielt, so bekommt man Geld, mit dem man weitere Objekte freischalten kann. Eine weitere Neuerung ist der “Instinktblick”, mit dem besonders Neueinsteiger der Serie in einem Level die Dinge angezeigt bekommen, mit denen sie interagieren sowie Laufpfade anderer Personen, wie z.B. Wachposten, vorhergesehen werden können. Desweiteren gibt es auch eine Bullettime, in der der Spieler mehrere Ziele markieren und dann eliminieren kann. Alles in allem kann man durchaus von einem überdurchschnittlich gutem Spiel sprechen, welches aber zurecht nur an Erwachsene gerichtet ist.

Fazit: Ein durchaus gelungener Titel der Hitman-Reihe, der sowohl Neueinsteigern als auch alten Hasen gleichermaßen Spielspaß bereitet. Dank der verschiedenen Wege, ein Level zu beenden, sowie die Möglichkeit, selber Missionen zu erstellen, ist Hitman: Absolution auch ein Titel, der auch nach einem halben Jahr noch Spaß macht.

Valve versteigert Portal-Gun

Auf Ebay versteigert der US-Amerikanische Spieleentwickler Valve eine Nachbildung der „Aperture Science Handheld Portal Device“ aus dem Valve-Klassiker Portal, welche vom gesamten Valve-Team signiert wurde. Die Auktion endet heute Abend um 19:37. Das Gebot steht bisher bei 650$ (ca. 491,38€). Mitgeboten werden kann hier.
Die Einnahmen aus der Auktion gehen vollständig an die Wohltätigkeitsorganisation Child’s Play. Diese stellt Videospiele in Kinderkrankenhäusern zur Verfügung, um den Aufenthalt im Krankenhaus angenehmer zu gestalten.

Rovio lässt die Schweine los: Pad Piggies im Test!

Nach dem Riesen-Erfolg von Angry Birds kommen nun die Schweine auf das Smartphone. Ob Bad Piggies ein würdiger Nachfolger sind, haben wir getestet.
Der wichtigste Unterschied von Bad Piggies zu Angry Birds ist das Spielprinzip. Während man bei Angry Birds Vögel, mit verschiedenen Eigenschaften, per Steinschleuder auf die grünen Schweine hetzt, ist es bei Bad Piggies etwas komplizierter. Um kleine zerrissene Kartenschnipsel, die zusammengefügt den Weg zu den Eiern der Vögel weisen, zu bergen, muss man schon etwas Grips mitbringen. Denn es gilt kleine Fahrzeuge zu bauen, um zu den Schnipsel zu gelangen. Schweine können ja bekanntlich nicht fliegen und Beine haben sie auch nicht.
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Für den Bau hat man ein Gitterfeld, in welchem man aus 33 verschiedenen Bauteile die absurdesten Fahrzeuge basteln kann. Diese, mit einer Sau besetzt, muss man dann gezielt zum Ziel steuern.
Das ist recht schwer und kompliziert. Bis man ein funktionstüchtiges Vehikel gebaut hat, vergeht schon eine Weile, aber dann funktioniert der gedachte Plan noch lange nicht. Etliche Probedurchläufe sind von Nöten, bis man sich durch die einzelnen Level gekämpft hat.
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Das ist auch der Haken des Spiels: Es ist nur für Cracks. Ja, es macht durchaus Spaß sich durch die verschiedenen Aufgabenstellungen zu knobeln, aber wenn man mal hängt, kommt wenig Freude auf.
Bad Piggies haben auf jeden Fall das Potential für einen Klassiker, aber den großen Massenmarkt wird Rovio mit dem doch recht komplexen Spielprinzip sicher nicht erreichen.

League of Legends im Test

Vor knapp drei Jahren war League of Legends noch in der Open Beta, heute ist es das erfolgreichste Spiel des MOBA-Genres. Angefangen als Anlehnung an DotA (Defense of the Ancients) hat Riot Games für League of Legends eine, mittlerweile für das Genre, einzigartige Spielmodi entwickelt und eine ganz eigene Spielmechanik. Konstante Weiterentwicklung, liebevolle Inszenierungen und der gute Kontakt zur Community machen das Spiel so beliebt. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Spiel mit der lustigen Abkürzung „LoL“?
Ein Gastbeitrag von Franziska Klein:

League of Legends ist ein teambasiertes Onlinespiel mit Tower-Defense und Rollenspiel-Elementen. Die Spieler treten als 3-er oder 5-er Teams an, um in die gegnerische Basis einzudringen und den Nexus und die auf dem Weg dorthin befindlichen Türme zu zerstören. Jeder Spieler beschwört dabei einen Champion und übernimmt z.B. die Rolle des Supporters oder des Tanks. Hat der Nexus keine Lebensenergie mehr, ist das Spiel gewonnen oder alternativ verloren.

Zugegebenermaßen ist dieses Spielprinzip nicht sehr innovativ und sicherlich auch nicht besonders neu. Erstmals tauchte es in dem 2003 veröffentlichten „Warcraft III“ auf. Dort war „Defense of the Ancients“ eine von Spielern entwickelte Karte. Neben League of Legends griff auch das von S2 Games entwickelte „Heroes of Newerth“ dieses Spielprinzip auf und konkurrierte als kostenpflichtige, und oft auch als anspruchsvoller bezeichnete, Alternative mit dem kostenfreien League of Legends.

Spätestens seit Riot Games auf der letztjährigen GamesCom einen für das Genre völlig neuen Spielmodus namens „Dominion“ vorgestellt hat, konnte sich League of Legends deutlich von DotA und HoN abheben. Bei „Dominion“ (deutsch: dominieren) treten die Spieler in 5-er Teams an und müssen durch das Einnehmen und Verteidigen verschiedener Punkte, dem Erfüllen von Quests und natürlich dem Töten und Dominieren von Gegnern die Lebensenergie des gegnerischen Kristalls, ähnlich dem Nexus, zerstören. Durch wesentlich schneller steigendes Gold und passiven Erfahrungsgewinn verspricht „Dominion“ einen schnelleren und actiongeladeneren Spielverlauf von der ersten Minute. Oft werden Spiele in der letzten Minute noch rumgerissen. Unerwartete und waghalsige Manöver führen zum Sieg. Durchschnittlich dauert eine Runde „Dominion“ 15-20 Minuten und ist daher eine gute Abwechslung für zwischendurch und perfekt für Gamer, die keine Lust auf viel Strategie und sich manchmal ewig lang dahinziehende Spiele haben.

Neben den verschiedensten Möglichkeiten von Custom-Games und Bot-Games bietet League of Legends noch einen Shop, in dem man für Erfahrungspunkte verbessernde Runen und natürlich immer neue Champions kaufen kann. Für Riot Points, die man sich für bares Geld kaufen muss, kann jeder Spieler seinen favorisierten Champions ein neues Aussehen (= Skin) verpassen. Schade ist, dass es für einige Champions kaum Skins gibt und für alte Champions die Skins auch meistens eher mau ausschauen. Durch Skin-Vorschläge im Forum und anhand der Kaufzahlen kommen allerdings stetig neue Skins und Special-Skins (z.B. Legendary Skins, die nicht nur das Aussehen sondern auch die Fähigkeiten-Effekte und Töne des Charakters verändern) heraus. Ein normaler Skin ist ab ca. 5 Euro zu haben. Für Legendary Skins geben die LoL-Fans auch gerne mal 10 Euro aus.

Alles in allem bietet League of Legends dauerhaften Spielspaß sowie eine nette und hilfsbereite Community. Deshalb erhält es von uns eine klare Downloadempfehlung!