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Das gamescom Special

Zum ersten mal startet die gamescom in Köln als Nachfolger der Games Convention. Pirate Gaming ist für euch dabei und berichtet von den Neuigkeiten der Messe…

In die Messe wurden hohe Erwartungen gesetzt nach dem Wechsel des Standorts nach Köln. Die gamescom bietet dieses Jahr einen bunten Mix aus Unterhaltung, eSport, Wissen, Hardware und viel Rahmenprogramm. Hier findet ihr alle Beiträge zu unserem Special:

gamescom: Erste Impressionen

Die gamescom ist nun auch für die Öffentlichkeit gestartet. Und wenn es um Games geht, spielt die Musik eindeutig auf der gamescom – was man gerne wörtlich nehmen darf…

Nordeingang :: noch nicht viel los

Hier spielt die Musik

 

Die Beatles :: nun, nicht ganz...

Lego Rock Band, Guitar Hero, Band Hero, {denk dir einen Namen aus} Hero. An jeder Ecke der gamescom werden die virtuellen Gitarrenseiten gezupft, Kunststoff-Schlagzeuge getrommelt und von unterhaltend bis schräg in die Mikrofone geträllert. Bei der ganzen Fülle fragt sich so mancher, wo denn jetzt eigentlich der Unterschied der einzelnen Titel liegt. Kurz gesagt: Das Gameplay ist exakt das gleiche, lediglich in der Visualisierung verfolgen die Spiele unterschiedliche Strategien. Begutachtet man in Messehalle 8 noch eine Band aus Legosteinen auf dem Bildschirm, ist es woanders eine originalgetreue Nachbildung von Metallica, sogar bis hin zu den typischen Gesten des Gitarristen Kirk Hammet. Eins haben alle Spiele jedenfalls gemeinsam: Sie machen offenbar irren Spaß, denn überall sehen wir kleine Amateuer-Bands auf der teils großen Bühne. Die größte davon nimmt eine Cover-Version der Beatles auf Plastikinstrumenten ein.
Doch auch sonst ist die gamescom äußerst musikalisch und zeichnet sich vor allem durch Lautstärke aus. Ausgerechnet die kleineren Aussteller wie Speedlink und Razer – welche keine Games produzieren, sondern Peripheriegeräte herstellen – sind die lautesten. Und so hat sich prompt eine gierige Meute Gamer vor dem Razer-Stand versammelt und feiert dort eine ausgelassene Party, mit der Chance auf die heißbegehrten Razer-Mäuse.

Viel Platz

Kritisch betrachtet wurde der „Umzug“ nach Köln, zumal die Messe Leipzig maßgeblich den Erfolg des Vorläufers Games Convention mitgeprägt hatte. Für die Publisher EA und Ubisoft war aufgrund der Nähe Köln sicherlich eine angenehme Alternative, auch Turtle Entertainment (Electronic Sports League) legt damit ein Heimspiel hin. Doch was bietet die neue Location den Besuchern? Vor allem eines: Platz. Dieser war Mangelware auf dem vergleichsweise überschaubaren Messegelände Leipzig. Viele Besucher dort hätten von den breiten Korridoren, die auf der Koelnmesse zwischen den Ständen angelegt sind, nur träumen können. Es wurde am hochfrequentierten Samstag sogar ein Einbahnstraßensystem eingeführt, um die Massen überhaupt noch über das Gelände bewegen zu können. Dumm für manchen Besucher, der gerne in die vorige Halle zurück wollte.

Der Boulevard :: noch genug Platz

Die Koelnmesse wirkte durch den vielen Platz am Donnerstag zwar etwas leer, aber bereits am Freitag dürfte so mancher Besucher froh gewesen sein, sich nicht im Entenmarsch durch die Menge quetschen zu müssen. Noch bleibt allerdings abzuwarten, wie der heiß erwartete Höhepunkt der Messe (Samstag) ausfallen wird. Da Köln die bessere Verkehrsinfrastruktur bietet, könnte das Platzangebot sobald durch eine höhere Anzahl an Besuchern relativiert werden.

Action hier, Familie da

Der Entertainment-Bereich der gamescom sorgt trotz der stark musiklastigen Spiele für viel Abwechslung. Vorgestellt und angeteasert werden einige heiß erwartete Action-Titel wie Call of Duty: Modern Warfare 2, Crysis 2 oder auch Mass Effect 2. Bei letzterem dürfen sich Spieler des ersten Teils freuen: Sie werden die Möglichkeit haben, die Savegames aus dem ersten Teil zu übernehmen und damit ihren individualisierten Col. Shepard zu übernehmen. Doch damit nicht genug: Die wichtigen Entscheidungen aus dem ersten Teil beeinflussen maßgeblich das gesamte Spielgeschehen im Nachfolger. Hat man Wrex im ersten Teil getötet, wird man ihn so im zweiten Teil nicht mehr in seinem Team haben. Besonders maßgeblich für die weitere Entwicklung der Story wird sein, ob der Spieler im Finale des Originals den Rat gerettet hat oder nicht. Beim Gameplay hält BioWare indes an den bewährten Spielmechaniken des ersten Teils fest. Besonders die PC-Version habe es den Spielern wegen der präzisen Steuerung angetan. Aus dem Grund werde diesmal die PC-Version zeitgleich mit Xbox360 im ersten Quartal 2010 released.

Call of Duty: Modern Warfare 2 :: lange Schlangen bei CoD

Bei den Strategiespielen darf Starcraft 2 nicht fehlen, hier wartet Blizzard mit einem sehr großzügigen und trotzdem mit langen Schlangen belagerten Stand auf. Den größten Auftritt verbucht wie erwartet Electronic Arts für sich, wo unter Anderem Joseph „Kane“ Kucan persönlich Command & Conquer 4 vorstellte, in welchem GDI und NOD wegen der Tiberiumwucherung auf der Erde gezwungen sind, zusammen zu arbeiten.

Blizzard-Stand :: Starcraft 2 sehr beliebt Aion :: neuer MMO-Kracher?

Im umkämpften MMORPG-Markt erstrahlt Aion mit einem fantasievollen Stand, viel Event-Programm und zieht Scharen an interessierten Gamern an. NCsoft ließ Stellwände mit Flügel-Motiven der Asmodier bzw. Elyos aufstellen, vor denen sich Besucher dann mit den Schwingen fotografieren lassen können. Doch auch World of Warcraft und Age of Conan locken mit Probespielen der neuesten Expansions auf ihre Stände.

eSport im großen Stil

 

Die ESL-Arena :: eSport at its finest

Die Electronic Sports League nutzt ihr Heimspiel in Köln für eine gewaltige eSport-Arena inklusive großzügiger Zuschauertribüne. Alleine mit der Größe des Auftritts macht sie damit dem Publisher EA Konkurrenz. Professionelle Kommentatoren, hochkarätige internationale Matches und ein begeistertes Publikum zeigen: Der eSport ist weiter im Kommen. Die ESL verfügt über eine deutsche Spielerbasis von einer Million Gamern, europaweit sind es sogar zwei Millionen. Im Umfeld der ESL stellt sich auch der VDVC (Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler) vor, welcher von Norman Schlorke gegründet wurde, um Gamern auch ein Sprachrohr in der Öffentlichkeit, wie auch in der Politik zu bieten. Schlorke war bereits Hauptorganisator der Demonstrationen gegen Spieleverbote unter dem Motto „Wir sind Gamer“.

 

 

Games-Kompetenz

Auch Organisationen, die nicht direkt Hersteller von Software oder Hardware sind, bietet die gamescom eine Fläche. Im „Games Competence Center“ in Halle 8 sind unter Anderem die Bundeszentrale für politische Bildung zu finden, USK und BpjM, Arbeitsamt sowie Bundeswehr, aber auch die Jungen Piraten – Jugendverband der Piratenpartei anzutreffen. Sie sind neben der Jungen Union die einzigen politischen Aussteller (die „Kuschelecke“ der Horst Schlämmer Partei zählt an dieser Stelle einmal nicht dazu), werben gegen Spieleverbote und klären über Zensurbestrebungen und Überwachungsproblematiken in Deutschland auf.

Stand der Jungen Piraten :: Jugendverband der Piratenpartei Deutschland

Für an einer Karriere in der Games-Branche interessierte Besucher gibt es in Halle 8 auch diverse Informationsveranstaltungen sowie diverse Stände von Bildungsinstituten, die z.B. Studiengänge für Game Design anbieten.

GDC Europe 2009

Die GDC Europe begann mit einem unerwarteten Ansturm an Besuchern. Schätzungsweise über 1.500 Spieleentwickler, Studenten und Vertreter der Presse tummelten sich am ersten Tag bereits im Kongress-Center Ost der Koelnmesse. Bedingt durch den vom Crytek-Chef Cevat Yerli gehaltenen Keynote erhielt die Veranstaltung gleich zu Beginn einen politischen Touch.

Scheinbar idyllisch präsentierten sich die Eingänge der Koelnmesse am Montagmorgen. Lediglich ein einsames Wahlplakat der Piratenpartei, welches offenbar strategisch zwischen dem Deutzer Bahnhof und Südeingang platziert wurde, gibt eine Vorschau auf eine GDC und gamescom, die wohl stärker politisiert sein dürften als jede zuvor.

gamescom Eingang Piratenpartei Wahlplakat

Beim großen Ansturm zur gamescom ab Donnerstag dürfte es hier wesentlich voller aussehen. Dennoch sprengte der erste Tag der GDC Europe wohl alle Erwartungen. Kurz gesagt: Es war brechend voll. Die allererste Game Developers Conference in Europa lockte auch Gäste aus Asien und den USA sowie unzählige Studenten und einheimische Spieleentwickler. So oft die Branche in der deutschen Politik verschmäht worden sein mag, umso mehr zeigte die Präsenz der Branche deutlich einen zukunftsorientierten Trend, was sich auch an der hohen Anzahl relativ junger Besucher ausmachen ließ.
Die GDC bietet noch bis einschließlich Mittwoch ein buntes Programm für alle Berufsbereiche der Branche: Von Keynotes zum Marketing und Aufbau eines eigenen Franchise bis hin zum 101 für Game Designer bieten verschiedene Größen der Branche spannende Einblicke in den Entwickleralltag und teilen ihr Know-How mit den zahlreichen Gästen.

In unserem Special zur GDC geben wir euch einen Einblick in die Spieleentwicklung. Wir sind alle drei Tage für euch dabei!