Der verschulte Bachelor oder steigender Selbststudienanteil

Eines vornweg:

Rechtschreibfehler sind Absicht! :>

Dies ist mein erster Blog und ich folge dem Aufruf zu bloggen,was uns bewegt und unsere Meinung kundzutun.Auch will ich hiermit dazu beitragen,dass dieses Projekt nicht ausstirbt,denn trotz Zeitmangels bin ich noch immer ein Pirat!

 

Ja die Zeit…

Das Studium, gepriesen als die Zeit der absoluten Selbstbestimmung,der Lernfreiheit und der Selbstfindungsphase. Nun gut die Selbstbestimmung und die Lernfreiheit sei nun mal so dahingestellt, denn seien wir mal ehrlich zueinander: Wer auf Bachelor studiert hat vor allem in den ersten Semestern nicht wirklich viel Auswahl was er wann besuchen möchte. Im Gegenteil: Für mich als Studienanfänger gab’s einen fertigen Stundenplan! Die Schule lässt grüßen…

 

Nun ja, als Neuling an der großen neuen Universitätswelt ist der eine oder andere vielleicht schon froh, einen geplanten Wochenablauf zu haben. Auch die Festlegung, wann ein Bachelor seine Prüfungen in welchen Fächern abzulegen hat, kommt bestimmt einigen Studenten recht.

Zugegebenermaßen, auch ich war ganz glücklich darüber, eine Vorgabe zu haben, wann ich welche Prüfung abzulegen habe, ansonsten wäre ich auch einer jener Studenten die das Ablegen der Prüfungen immer vor sich her schieben würden.

Diese Entscheidung wurde mir abgenommen, ich weiß wann ich die Prüfung über diese Vorlesung schreiben werde.Also besuche ich diese Vorlesung, mache die Übungen und…

 

Ah ja,die Übungen und die Vorlesungen…

 

Es gilt quasi als erwiesen (und uns wurde das zu Studienbeginn sogar gesagt), dass durch die Umstellung vom Diplom auf den Bachelor, die Inhalte der Vorlesungen komprimiert wurden. Nun ja, ich war mir der Tatsache durchaus bewusst, dass an einer Universität der Selbststudienanteil deutlich höher ist, als am Gymnasium oder an einer Fachhochschule.

Aber dass ich gestern Stunden vor einem Übungsblatt sitze, dass inhaltlich der Vorlesung um eine Woche voraus ist, lässt mich an der Richtigkeit dieses Bachelors zweifeln. Nahe am Abgrund der Verzweiflung beschloss ich also mich heute motiviert aus dem Bett in die „Übungsvorlesung“ zu begeben.

 

Nun gut, an Ort und Stelle erwartet mich nicht mein Professor, sondern ein Diplomierter. Unvoreingenommen lasse ich mich weder von den Theorien über dessen Sexualität (die Aufgrund seiner Stimme, seiner femininen Art die Tafel zu wischen und sich nach der Kreide zu bücken, entstanden sind) noch von seiner Einleitung („Ach ja, auf dem Blatt war ein Fehler, die dritte Aufgabe war so nicht lösbar!“) ablenken.

Doch was dann folgte war die unqualifizierteste und mit Abstand schlechtest vorbereitete Vorlesung, die ich je besucht habe. Unfähig auf Fragen einzugehen bewegte sich unser diplhomovierte Referent auf dem Sachgebiet seines Diploms und vermied es tunlichst die Gewässer für ihn nicht alltäglicher Gebiete anzusteuern. Dass er kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, als 10 Studenten auf einmal die Vorlesung verließen, lässt auch kein positives Licht auf sein Nervenköstum werfen…

Total entnervt und mit quasi gleich wenig Wissen bin ich also nun hier wieder in meiner Wohnung. Dank Wikipedia, einem Nachschlagewerk im Umfang einer Bibel und jeder Menge guter Nerven konnte ich mir jetzt in knapp 50 Minuten die Übungen selber verinnerlichen.

 

Was lehrt mich das?

Dass ich knapp 5 Jahre zu spät geboren bin und damit den „besseren“ Diplomstudiengang nicht mehr ablegen kann?

Dass vermeintlich Homosexuelle nicht für Übungsvorlesungen geeignet sind?

 

Wohl nicht. Ich habe vielmehr erfahren, dass der Selbststudienanteil, von dem alle reden, wohl tatsächlich existiert und wohl auch einen nicht unerheblichen Teil des Studierens ausmacht.

 

….und dass man sich selbst immer noch der geduldigste Lehrer ist 😀

 

 

Greetz

Schnacke

 

 

Wenn dus bis hier ausgehalten hast,erstmal ein Dankeschön an dich fürs Lesen! 😀

Ich bin gerne offen für Feedback,weiß gar nicht ob man hier kommentieren kann,ansonsten gerne per PM.