Gewinnspiel beendet!

Das Sommergewinnspiel ist beendet. Leider müssen wir feststellen, dass es nur einen richtigen Teilnehmer gegeben hat, obwohl es Fragen zum Gewinnspiel gab, die an uns gerichtet wurden. Wir müssen die Art und Weise überdenken, oder ob wir überhaupt noch einmal ein solches Gewinnspiel Veranstalten. Das ist schade, und gibt uns zu Denken. Wir würden auch gerne eure Meinung dazu wissen. Nun aber erst einmal zum Gewinnspiel.

Der Gewinner des Gewinnspiels ist unser Leser Marius Herget. Er erhält von uns über Steam die zwei Spiele „Trine 2“ und „Plants vs Zombies“. Hezlichen Glückwunsch und gratulation zur kreativen Darstellung der Pirate-Gaming-Flagge.
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Bürgermeister gesucht: Sim City

Februar 2013 ist es wieder so weit. Ein weiterer Teil des legendären Sim City Franchises soll die Fans zum Kauf bewegen. Aber was genau bietet das neuste Spiel der Reihe für die Simulationsfanatiker da draußen? Pirate Gaming hat sich auf der Gamescom das Spiel einmal genauer unter die Lupe genommen.
 
Um es direkt und kurz zu fassen: Sim City ist kein reguläres Remake und kein 0-8-15 Abklatsch seiner Vorgänger, wie einige User behaupten wollen. Sim City versucht sich neu zu definieren. Der Spieler ist, nach wie vor, ein Bürgermeister einer neuen Stadt, die es zu planen und gründen geht. Doch wird der Spieler, nicht allein gelassen, wie es zu Beginn der anderen Spiele der Fall war. Der Spieler bekommt zum Anfang der Stadtplanung einige neue Hilfen zuteil. Dazu gehören unter anderem ein Bauplaner, der einem interessante Vorgaben macht, wo man etwaige Gebäude platzieren könnte, oder auch eine Umweltorganisatorin, die die größen Umweltverschmutzer in der Stadt markiert, damit dort ggf. Nachbesserungen durchgeführt werden können.
CurvyRoads_1Apropos Nachbesserungen, nahezu jedes Gebäude, insbesondere Gebäude der Industrie- und Gewerbebranche, lässt sich durch Anbauten verbessern oder verstärken. Ein neuer Kamin beim Kraftwerk, zusätzliche Klärstufen in der Kläranlage oder alternative Begrünungen, um den Umweltschutz abzusichern. Sim City lässt hier keine Wünsche offen. Wo es früher oft Probleme bei der Wasserversorgung gab, sind nun Wasserzu- und ableitungen direkt unter der Straße verlegt. Zugleich werden so auch die Stromkabel dynamisch verlegt. Alternativ lassen sich natürlich auch eigene Leitungen verlegen.
SimsFightFires_1Auch das eigentliche System des Straßenbaus hat sich revolutioniert. Werden nun nicht einfach isometrische Formen verlegt, können nun, wie im „Pseudovorgänger“ Cities XL, Straßen mit Kurvigen Wegen verlegt werden. Grundstücke teilen sich dabei dynamisch an den vorgegebenen Wegen auf und sorgen für eine deutliche Verbesserung in der Optik. Es wirkt nicht mehr alles wie im Legobaukasten. Auch die Fahrzeuge und Menschen aus Sim City wirken wesentlich dynamischer und liebevoll animiert. Eine komplexe neue Engine sorgt für ein realistisches Verhalten der Sims, sodass Staus bis auf den einzelnen Verursacher genau verfolgt werden können.
SmeltingPlant_1Doch das Spiel birgt nicht nur Verbesserungen. Der Spieler muss ständig online sein, um spielen zu können. Klar, ist der neue Multiplayermodus, der über Origin vernetzt wird, sehr ansprechend, weil er den Tourismus und die Pendler, von Freunden oder fremden aus der ganzen Welt. in die eigenen gebauten Städte führt, jedoch ist dies nicht das Ziel eines jeden Spielers. Auch eine Rangliste rechtfertigt das Gehabe von EA überhaupt nicht. Zu guter Letzt kommt noch der horrende Preis von mindestens 59$ zur geltung. Wer zusätzliche Gebäude und Europäischen „Flair“ von Straßen und Fahrzeugen (!?!) nutzen möchte, soll doch bitteschön 20$ zusätzlich zahlen.
UniversityCity_2Fazit: Wenn der wahnsinnige Preis für ein VOLLSTÄNDIGES Spiel und der Onlinezwang nicht wären, hätte EA hier einen dicken Hammer herausgebracht. So ist das Spiel nur für diejenigen zu empfehlen, denen genau diese Mankos nichts auszumachen scheinen. Hoffen wir, dass EA diesen Schwachsinn noch einsieht, damit auch normale Spieler ihre Freude am Spiel haben werden.

Angry Birds vs. Bad Piggies!

Wer hat es nicht auf seinem Smartphone? „Angry Birds“. Das Spiel begeistert unzählige Smaprtphone-User auf der ganzen Welt. Doch nicht nur die Vögel haben ihre Fanbase, auch die Schweinchen können auf ihre Sympathisanten zählen. Und für die wird es bald ein eigenes Spiel geben.

Ab 27. September wird das neue Spiel „Bad Piggies“ aus der finnischen Spiele-Schmiede auf den Markt kommen und wahrscheinlich den gleichen Erfolg einheimsen, wie schon „Angry Birds“. Was Rovio dazu bewogen hat, die Geschichte aus Sicht der grünen Schweinchen zu erzählen, erzählt Mikael Hed, CEO von Rovio, so: „Es gibt eine Menge Sympathie für die liebenswerten Feinde aus den Angry Birds Spielen, und wir wurden immer wieder gefragt: Was ist mit der Geschichte der Schweine?“

Nun sind sie der Anregung aus der Community gefolgt. Das Spiel wird es für die Plattformen iOS, Android und Mac geben. Die Varianten für das Windows Phone, Windows 8, sowie für den PC, werden kurz danach erhältlich sein.

TV-Kritik Jauch: Dumm, dümmer, Spitzer.

Macht Internet dumm? Dieser Frage ging Günther Jauch in seiner Sendung gestern Abend nach. Grund für dieses Thema ist das Buch „Digitale Demenz“ von Manfred Spitzer. Der Psychiater aus Ulm stellt darin wilde und krude Thesen auf. Nicht nur deshalb wird er auch als Internet-Sarrazin bezeichnet.
Unterstützt wurde er von Petra Gerster. Die Moderatorin sprach sich aber recht differenziert für Anleitung und Kontrolle durch die Eltern aus und war für Spitzer nur mäßige Hilfe.

Den Gegenpol bildetete Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar, der entspannt und gebetsmühlenartig die Vorzüge des Internets erklärte und sogar sein iPad herausholte um Fans seiner Facebookseite zu Wort kommen zu lassen.

Ein Team bildete Yogeshwar mit Klaus Peter Jantke. Der Kindermedienforscher lässt auch gerne sein 5-jährigen Sohn an das iPad und berichtete begeistert, wie interessiert der Junge auch gerne Filme in englischer Originalfassung schaue. In der Zwischenzeit fiel das Gesicht von Spitzer entsetzt zusammen, getreu dem Motto „Wie kann er das seinem Kind antun?!“.

Die Diskussion plätscherte recht wild vor sich hin. Grund dafür war nicht zuletzt, dass man sich nicht einig war, was Online-Sucht sein soll. So sagt die Bundesregierung, dass es 250.000 Süchtige gibt, aber auch, dass man schon ab 4 Stunden online sein am Tag als süchtig gelte.
Auch zeigte Spitzer recht oft, dass er als Diskussionsteilnehmer völlig ahnungslos daher plapperte. Dies gipfelte schließlich in den Satz „Taschenrechner machen dumm!“. Der erste Moment, an dem geneigt war abzuschalten.

Der Tag ist je bekanntlich gut strukturiert, wenn man klare Feindbilder hat. In einer solchen Sendung dürfen 2 Feindbilder deshalb selbstverständlich nicht fehlen: Google und Facebook. Klar. Was auch sonst? Viel mehr Internetseiten kennt Spitzer vermutlich auch gar nicht.

Er findet googeln macht dumm. Nachschlagen in Büchern sei effizienter und besser. Jauch nannte zwischenzeitlich die Zahl von über 9 Millionen Treffer, wenn man das Wort „Finanzkrise“ in die Suchmaschine tippt. Unser Schnelltest in einem aktuellen Duden ergab ganze 0 Treffer. Da kann Google natürlich kaum mithalten…

Ein Eispieler zeigte dann noch eine Grundschule in Berlin, die intensiv auf Mediennutzung setzt. Der Schulleiter war auch im Studio und erklärte geduldig, dass die Schule die Aufgabe hätte, die Kinder auf die Zukunft und nicht auf die Vergangenheit vorzubereiten. Für diese Erklärungen brauchte er nur etwas länger, weil Spitzer seine Kinderschule oft vergaß und mehrfach den Pädagogen unterbrach.

Zu Wort kam auch Christoph Hirte. Dieser saß im Publikum und durfte seine Webseite (welch Ironie!) www.rollenspielsucht.de promoten. Er ist da schließlich Experte, weil sein Sohn WoW-süchtig war. Immerhin: WoW war in dieser unterirdischen Sendung kein „Killerspiel“.

Überhaupt wurden alle in der Sendung dadurch Experten, dass sie Kinder hatten und sich auf diese. beziehungsweise, deren Nutzungsverhalten beriefen. Mit jungen Menschen selbst wurde aber leider nicht gesprochen.
Nur einmal kam jemand unter 50 zu Wort: Spitzers Sohn. Dieser berichtete, dass, durch das Wegsperren des Fernsehers, seine Noten verbessert wurden. Später wurde schließlich auch seine XBox weggeschlossen und sein Notenschnitt verbesserte sich abermals. Wie er an der XBox ohne Fernseher spielte, wird leider nicht erläutert. Schade.

Die Diskussion fasste dann schließlich Gerster mit einem Zitat von Marcel Reich-Ranicki am besten zusammen: „Das Fernsehen (hier Internet), macht die Klugen klüger und die Dummen dümmer.“

Splinter Cell:Blacklist – Die Ubisoft Compilation

Auf der diesjährigen Gamescom wurde das neue Spiel aus der Splinter Cell Reihe von Tom Clancy, Blacklist, erstmals einem breitem Publikum präsentiert. Pirate Gaming war für euch dabei bei dem „etwas anderen“ Splinter Cell.
 
Sam Fisher ist zurück, und offenbar jünger als je zuvor, obwohl er mittlerweile der Kopf der neu gegründeten Organisation „Fourth Echelon“ darstellt, die aus der Intrige um „Third Echelon“ gegründet wurde. Aber lassen wir uns nicht verwirren, es geht sich schließlich um eine gute Sache – dem Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Sam schleicht und schießt sich, so flott wie eh und je, an und um seine Gegner heran und herum. Dabei fällt direkt ins Auge, dass der Markierungsmodus aus Splinter Cell Conviction nicht nur 1:1 übernommen, sondern auch verschlimmbessert wurde. Die ganze Dynamik des Schleichens, die früher vonnöten war, um einen Gegner rechtzeitig abzupassen, ist flöten gegangen. Sam markiert zwei Gegner (oder mehrere, sofern seine Waffe ein solches Upgrade zulässt), haut dem dritten eins aufs Maul, erschießt die markierten, erledigt den dritten, rennt zum vierten, markiert derweil die nächsten drei Gegner, überfällt wiederum Nummer 4, erledigt die dreisten Drei und sprintet so von Ziel zu Ziel. Fast könnte man meinen, man spiele hier Sprinter Cell – ach wir sind wieder witzig heute.

Was das neue Splinter Cell vor allem wieder ausmacht ist der Weg zurück zu den schwierigen Entscheidungen, die man fällen muss. Erschießt man einen Feind, oder betäubt ihn auf Anfrage nur? Ganz leicht scheint diese Entscheidung nicht zu sein, wenngleich im Vorführungsraum alle fremden Journalisten den „Daumen runter“ zeigten, und Pirate Gaming einstimmig den „Daumen hoch“ hervorbrachten. Willkommen in der Löwenarena. Wie dem auch sei, Sam hat die Möglichkeit, bestimmte Aktionen freizuschalten, sofern man die moralisch richtige Entscheidung wählt – welche das ist, hängt alleine vom Spieler und seiner Gesinnung ab.

Auffällig sind bei Blacklist die ins Auge fallenden Ähnlichkeiten zu anderen aktuellen Ubisoft spielen. Ubisoft macht hier offenbar keinen Hehl daraus, aus all seinen Spielen Elemente zu verknüpfen. So kann Sam klettern und besitzt tückische Klingen, wie Connor Kenway und Ezio Auditore in Assassins Creed 3 und er ordert Luftschläge mit Kameraoptiken wie in Call of Duty. Im Allgemeinen wirkt das gesamte Spiel wie eine Mischung aus anderen Spielen, was nicht negativ gemeint sein soll. Leider geht dadurch das klassische Splinter Cell Feeling verloren und man entwickelt sich weg von seinen Grundlagen.

Auch die KI funktionierte auf der Präsentation noch nicht vollständig logisch. Wir bezweifeln, dass ein US-Spion, der einen Terroristen als „Geisel“ nimmt, nicht sofort durch die befeindeten Terroristen beschossen wird und nicht erst darum gebeten wird, sein Opfer freizulassen. Auch interessant war die Szene, in der ein eskalierender, zähnefletschender Dobermann, nachdem man seinen Hundeführer einen klassischen Kopfschuss verpasst hat, einfach still sitzenbleibt, statt loszurennen und Sam in die Weichteile zu beißen.

Fazit: Wenn es Ubisoft gelingt, die Schwächen der KI zu minimieren und die wesentlichen Nacht-und-Nebel-Schleichelemente, die Splinter Cell so groß werden ließen, zurückzubringen, dann wird Splinter Cell Blacklist ein voller Erfolg.

Jimmy Schulz, FDP-Bundestagsabgeordneter: „Ich habe als Kind mein Taschengeld in Space Invaders-Automaten gesteckt.“

Jimmy Schulz ist Bundestagsabgeordneter für die FDP und kam über PC-Golf zum richtigen Golfen.

Pirate Gaming:
Auf die Gamescom selbst haben Sie es ja leider nicht geschafft. Was hätten Sie sich aber angesehen?
Jimmy Schulz:
Ich hätte mir sämtliche Neuigkeiten und neuen Entwicklungen angesehen. Auch um mir selbst ein Bild der Messe machen zu können. So hatte ich nur Medienberichte. Diese sprachen teilweise von einer Killerspiel-Messe. Es hat mich aber auch gefreut, dass die Tagesschau in den 20-Uhr-Nachrichten einen guten, sachlichen Bericht brachte. Das zeigt, dass wir heute weiter sind, als noch vor wenigen Jahren.

Pirate Gaming:
Spielen Sie denn auch selbst Videospiele?
Jimmy Schulz:
Selten. Dafür fehlt mir einfach die Zeit. Die finde ich meistens nur im Zug oder Flugzeug. Zu Hause habe ich aber eine Wii und auch eine Playstation 3.Ganz früher habe ich viel gespielt. Als 10-jähriger habe ich mein ganzes Taschengeld in Space Invaders-Automaten gesteckt!

Pirate Gaming:
Wenn Sie die Zeit finden, was spielen Sie dann. Haben Sie ein Lieblingsspiel?
Jimmy Schulz:
Ein klassisches Lieblingsspiel habe ich nicht, aber es gibt aber durchaus Spiele die mich längere Zeit fesseln. Need for Speed oder MX vs. ATV Unleashed zum Beispiel. Die spiele ich, neben Fifa oder „Zack und Wiki“, auch gerne mit meinem Sohn. Auch spiele ich Kinderspiele, wie Mario Cart oder Wii Sport Resort mit meiner Tochter.
Unglaublich gerne spiele ich Golf meist Links LS. Über Computer-Golf bin ich auch zum richtigen Golfen gekommen.

Pirate Gaming:
Herr Schäuble wurde ja erwischt, wie er auf dem iPad Sodoku spielte. Sie haben auch ein iPad. Zocken Sie auch während der Plenardebatten, so wie der Minister?
Jimmy Schulz:
Auf keinen Fall! Und selbst wenn: Ich habe eine Folie auf meinem iPad. Die sorgt dafür, dass ich unterwegs meine Mails vertraulich lesen kann. Während einer Debatte könnte ich also zocken: Es würde keiner merken (lacht). Aber nun mal ernsthaft: Nein, ich zocke nicht während Debatten. Mobil spiele ich aber durchaus.

Pirate Gaming:
Wie beurteilen Sie die Killerspiel-Debatte?
Jimmy Schulz:
Die hat sich beruhigt – zum Glück! Klar, bei einigen Ereignissen kocht sie immer wieder hoch, aber sie wird nicht mehr so scharf geführt, wie früher. Dazu hat, denke ich, auch unsere Bundestags-LAN beigetragen.

Pirate Gaming:
Waren bei dieser LAN denn viele Abgeordnete vertreten?
Jimmy Schulz:
Leider waren es nicht so viele, wie erhofft. Aber es waren einige Kollegen anwesend, die sich langsam der Thematik geöffnet haben. Ziel war es unter den Abgeordneten Bewusstsein zu schaffen. Wir hatten ja eine geschlossene Runde, um den Kollegen einen Raum ohne Medienrummel zum Ausprobieren zu geben, bevor wir öffentlich spielten. Dafür muss man auch Verständnis haben. Ein Abgeordneter, aus dem Raum Erfurt beispielsweise, möchte vielleicht nicht am nächsten Tag als Counter Strike-Spieler in der Zeitung stehen.

Pirate Gaming:
Ihre Kollegin Tabea Rößner hat sich im Interview für ein Qualitätssiegel für Videospiele ausgesprochen. Würden Sie sich Ihrer Forderung anschließen?
Jimmy Schulz:
Nein. Wer soll das Siegel auch machen? Wer soll die Qualität eines Spieles bewerten? Wir hatten diese Diskussion über Qualität von Spielen ja auch beim Computerspielpreis. Da hatten wir ja den Mut kein Lari-Fari-Spiel auszuzeichnen. Ich finde, die Qualität eines Spieles bewerten die Spieler. Die bisherigen Regelungen reichen vollkommen aus. Der Markt hat das, mit der USK, auch selbst geregelt. So lange das klappt, sehe ich da keinen Handlungsbedarf.

DCMM 2012

Seit 2002 werden jedes Jahr die Deutschen Casemod Meisterschaft (DCMM)
gekürt. Hier gibt es 6 Kategorien. Bewertet werden die Konstruktionen von
einer Fachjury, welche sich aus Vertretern und Betreibern namhafter
Modding-Webseiten und Blogs zusammensetzt.

Zum Einen das klassische „Case Modification“. Dies ist das Tuning von
schnöden PC-Gehäusen. Ein normales Gehäuse wird äußerlich so verändert,
dass aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan wird.

Den diesjährigen Titel in der Kategorie „Casemodding“ gewann das Gehäuse
„RENEGADE“ von Ali Abbas (44 Jahre) aus Schwabach.
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Den zweiten Platz belegte der 24-jährige George Kähler aus Weisendorf mit
„taabar sin“. Dritter wurde „Vengance of the Vertabrae“ von Johannes Loew
(22 Jahre) aus Eschenburg.

Neben Casemodding, gibt es noch die Kategorie „Case Construction“. Hier
wird das komplette Gehäuse von Grund auf gebaut. Das eröffnet zwar mehr
gestalterische Möglichkeiten, verlangt aber auch mehr Können des Modders
ab.

Mit „The Black Widow“ gewann hier ebenfalls Ali Abbas.
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Zweiter wurde „Black Sphere V2“ von Bertram Brugner (29 Jahre) aus
München. Den dritten Platz belegte der 18-jährige Florian Hering aus
Untermerzbach mit „Xperience“.

Bei der Consumer Electronics Modification (CE-Mod) geht es darum Geräte
(die keine PCs sind) zu modifizieren. Zum Beispiel Mikrowellen,
Kaffeemaschinen oder Tastaturen.

Sieger in dieser Kategorie wurde der 25-jährige Espelmaper Matthias
Streser. Er gewann mit „Looping Louie revolution“.
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Zweiter wurde Ali Abbas mit „Wicked Widow Set“. Den Dritten Platz belegte
„Schrott-Mod 2.1“ von Maik Schierhorn, 31 Jahre, aus Peine.

Bei „Cases on the move“ müssen Cases mit möglichst vielen, sich
selbstständig bewegenden Komponenten, ausgestattet sein. Ob es sich dabei
um Mods, Cons oder CE-Mods handelt spielt keine Rolle.

Hier wurde ebenfalls Ali Abbas als Sieger gekürt.

FOTO: http://media.planetlan.com/images/NewImages/DCMM/dcmm2012/IMG_3208_.jpg

Die weiteren Plätze belegte Matthias Streser sowie der „Coolermaster“ des
Duos Oliver Peier, 40 Jahre aus Calberlah und Patrick Betz, 32 Jahre aus
Simbach.

Beim 24-Stunden Live Modding treten Team aus je 2 Moddern gegeneinander an
und nutzten die ersten Messetage um ihre Gehäuse zu erstellen. Dabei
konnte man zuschauen und auch Frage stellen.

Den ersten Platz machte das Team Chaosmodder bestehend aus dem 27-jährigen
Henning Wolter aus Koblenz und Matthias Streser.
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Danach folgte das Team Modding Maniacs um Ali Abbas und Johannes Loew (22
Jahre) aus Eschenburg. Dritter wurde das Duo vom Team Coolermaster
bestehen aus Patrick Betz und Oliver Peier.

Alle Gehäuse der Wettkämpfe treten auch in der Kategorie „Spektakulärste
Kreation“ an. Hier haben die Zuschauer die Qual der Wahl und nominieren
ihre Favoriten.

Am meisten überzeugte das Publikum das „Project 2012“ der beiden Peinerern
Jens (27 Jahre) und Maik (31 Jahre) Schierhorn.
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Aber auch „Vengance by the Vertabrae“ von Johannes Loew (Zweiter Platz),
sowie „Turret“ des Kölners Stefan Blass (36 Jahre) durften sich als
Publikumslieblinge feiern lassen.

Der Hunter-Modus in Crysis 3

Ein Spiel mit einer der längsten Schlange bei der Gamescom war Crysis 3. Das Meiste über die Story des Singleplayermodus war im vornherein bekannt: Im Jahre 2047 landet man in New York. Die Stadt ist mit einem Nanodome überdacht und hat dadurch, als riesiges Gewächshaus, New York in einen Dschungel verwandelt.
Spannender sind die neuen Multiplayermodi: Absturzstelle und Jäger.

Bei „Absturzstelle“ werden werden sogenannte Schoten gedopt. Diese müssen die Teams  einnehmen. Ist die Schote eingenommen, wird die nächste Schote gedropt.

Der Modus „Jäger“ ist schon wesentlich spannender. Hier müssen zwei Jäger, welche mit Pfeil und Bogen sowie einem Messer bewaffnet, 14 CELL-Soldaten ausschalten. Die CELL-Soldaten haben zwei Minuten Zeit um für ihr überleben zu kämpfen. Schafft es mindestens ein Soldat über die Zeit, ist die Runde für CELL gewonnen.

Die Sache hat zwei Haken: Die Jäger sind mit Nanosuits bekleidet und damit unsichtbar. Außerdem wird jeder von den Jägern erschossene CELL-Soldat, selbst zum Jäger. So kippt das Ungleichgewicht nach und nach in die andere Richtung.

Dieser Modus war bei der Gamescom anspielbar. Unmöglich die Jäger zu töten, ist es übrigens nicht. Die Wege der Pfeile sieht man kurze Zeit in der Luft. Auch erkennt man Spuren im Wasser. Mit einem guten, und vor allem aufmerksamen Auge, kann man den Jägern durchaus auf die Schliche kommen.
Der Jäger-Modus macht nicht nur unheimlich Spaß, er sorgt auch für jede Menge Aciton, Spannung und einen gewissen Adrenalin-Kick!

Den sehenswerten Trailer findet ihr hier.

Tabea Rößner, grüne Bundestagsabgeordnete: „Im Zug spiele ich gerne Bubble Shooter.“

Sie sitzt für die Grünen im Deutschen Bundestag und war als Medienpolitikerin für ihre Fraktion auf der Messe. Wir sprachen mit ihr: Tabea Rößner.

Pirate Gaming:
Hier auf der Gamescom trifft man auf Informatiker, Softwareentwickler und Geschäftsführer von Branchenverbänden. Was verschlägt ausgerechnet eine Bundestagsabgeordnete hier her?
Tabea Rößner:
Ich finde Computerspiele hochinteressant und habe früher auch selbst viel gespielt, vor allem Strategiespiele. Dafür finde ich heute aber leider kaum mehr Zeit. Außerdem sind Computerspiele ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und auch Kulturgüter.
Auch ist es spannend zu sehen, welche Entwicklungen und neue Technologien es gibt. Manches bringt dann politische Herausforderungen mit sich zum Beispiel im Bereich Verbraucher- und Datenschutz.

Pirate Gaming:
Sie haben es selbst gesagt: Sie spielen auch selbst Videospiele. Was spielen Sie denn so?
Tabea Rößner:
Ich komme selten zum Spielen, aber ich daddele auch gerne mal ein wenig herum. Zu Hause haben wir aber eine Wii und auch eine PlayStation und da spiele ich gerne mit meinen Kindern.

Pirate Gaming:
Haben Sie auch ein Lieblingsspiel?
Tabea Rößner:
Toll finde ich Geschicklichkeitsspiele. Das ist besonders bei der Wii spannend zu sehen, wenn man dort, zum Beispiel beim Skifahren, die Balance halten und trotzdem schnell sein muss. Da freue ich mich, wenn ich auch mal besser bin als meine Kinder.

Pirate Gaming:
Spielen Sie auch mobil, beispielsweise mit Ihrem Smartphone. Herr Schäuble zum Beispiel spielt Sodoku auf dem iPad. Zocken Sie auch während den Plenardebatten?
Tabea Rößner:
Während den Sitzungswochen, wenn ein Termin den nächsten jagt, komme ich selten dazu, etwas zu spielen. Aber nach einem langen Arbeitstag, wenn ich im Zug auf dem Weg nach Hause sitze und keine Lust auf Akten habe, spiele ich gerne mal Bubble Shooter oder auch Sodoku.

Pirate Gaming:
Wie beurteilen Sie die Killerspiel-Debatte? Diese wird zwar im Moment nicht so stark geführt, wie es früher war, aber das Killerspiel-Argument kommt noch immer als Erstes, wenn es um schreckliche Ereignisse geht.
Tabea Rößner:
Wir haben uns immer sehr kritisch zu dieser Debatte geäußert. Diese wird, gerade von der Union, oft sehr verkürzt geführt. Es gibt viele Gründe, warum jemand zum Amokläufer wird, da sind Shooter nicht Hauptauslöser. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Signale der Täter in dessen Umfeld nicht erkannt oder ernst genommen wurden. Es wird auch die Position vertreten, dass man sich mit Shootern abreagieren kann.
Die Debatte, wie viel Gewalt in Spielen, aber auch in Filmen, sein darf, müssen wir als Gesellschaft aber führen. Diese kam ja auch beim Computerspielpreis auf.

Pirate Gaming:
Da ging es ja darum, ob ein Spiel wie Crysis 2 einen solchen Preis gewinnen darf.
Tabea Rößner:
Richtig. Man hält hier immer die Fahne hoch, dass die Jury unabhängig sein soll, aber wenn sie dann eine Entscheidung trifft, wird diese kritisiert. Ich finde schon, dass, wenn man auch die technische Umsetzung eines Spiels bewerten will, dann auch ein Spiel wie Crysis 2 einen Computerspielpreis gewinnen darf und auch gewinnen können muss. Wenn man allein Kriterien anlegen will, wie pädagogisch wertvoll beispielsweise ein Spiel ist, dann muss man das ändern. Darüber werden wir im Bundestag diskutieren.

Pirate Gaming:
Sie schreiben auf Ihrer Webseite, dass Sie ein Qualitätssiegel für Computerspiele gut fänden und damit „gute“ Computerspiele unterstützen wollen. Was sind „gute“ Computerspiele und welche Kriterien würden Sie für ein solches Siegel anlegen?
Tabea Rößner:
Qualitätssiegel sind für Verbraucherinnen und Verbraucher aber auch für Eltern immer eine Orientierung. Ich habe ein Bild davon und kann Spiele einordnen, wenn ich sehe, warum das Spiel zum Beispiel als gut ausgezeichnet wurde. Die Kriterien der USK können durch Kriterien wie die Aufwendigkeit der Produktion oder die Qualität der Animation ergänzt werden.

Pirate Gaming:
Jugendschutz ist ja auch ein wichtiges Thema. Hier gibt es aber oft das Problem, dass dieser auch Erwachsene einschränkt. Nehmen wir die Indizierung zum Beispiel. Hier gibt es ein Werbeverbot und man darf Spiele nur unter der Ladentheke verkaufen. Auch für uns Journalisten ist es ein Problem: Wir können uns nicht kritisch mit der Indizierung von Spiel X auseinandersetzen, weil dies auch unter das Werbeverbot fällt. Warum reicht ein „Ab 18“-Siegel für solche Spiele nicht aus?
Tabea Rößner:
Diese Debatte ist eine sehr lange Debatte. Als ehemalige Journalistin stehe ich Indizierung naturgemäß generell sehr kritisch gegenüber. Es gibt aber manche Inhalte, die ich eben sehr kritisch finde. Nehmen wir Volksverhetzung oder menschenverachtende Inhalte. Hier haben wir einen gesellschaftlichen Konsens, den wir nicht aufweichen sollten. Es zeigt sich ja auch, dass wir diese Debatte permanent führen müssen. Die Gesellschaft entwickelt sich ja weiter. Früher wurden Spiele und Filme indiziert, über die wir heute lachen. Hier vertraue ich auch den Testern.

Gamescom 2012 – Surival Guide

Wie jedes Jahr bietet die Gamescom auch dieses Jahr wieder jede Menge Blockbuster, Neuheiten und Ausstellerrekorde, wovon wir uns am gestrigen Medien und Fachbesuchertag live überzeugen konnten. Doch so ein Messertag kann ermüdend und anstrengend sein. Damit ihr gesund und munter durch die Messe kommt, haben wir uns für euch umgeschaut.

Wie jedes Jahr lohnt sich ein Blick hinter die Halle 8. Im dortigen Außenbereich findet ihr einen aufgeschütteten Sandstrand. Für den sportlich aktiven Gamer gibt es die Möglichkeit Beachvolleyball zu spielen. Für die Chiller unter zahöreiche Sitzsäcke und eine Bar. Hier kann man in der Sonne liegen und leckere Cocktails schlürfen.

Wie schon letztes Jahr, gibt es direkt daneben, die trockene Surfanlage. Wellenreiten, ohne nass zu werden lohnt sich und macht jeden Menge Spaß! Wem das alles an Sport immer noch nicht reicht, kann in einem kleinen Hochseilgarten klettern, oder Motorradfahren.
Aber nicht nur im Außenbereich gibt es Möglichkeiten abseits von Gaming. Auch in den Hallen kann man was erleben. So bietet man in Halle 10.2 eine Go Kart-Strecke. Nicht besonders schnell, aber den Funfaktor ist groß. Um die Ecke gibt es Cage Soccer und, für Liebhaber des Trendgetränks, Bubble Teas. Viel trinken ist in den warmen Hallen auch wichtig. Wer also durstig ist für den lohnt ein Gang zum Stand der Rhein energie (Halle 10.1). Hier gibt es Wasser für lau.
Daneben findet man einen Stand der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hier gibt es neben Ernährungstips auch was leckeres zu Essen. Der Haken: Man muss es selbst zubereiten. Ihr müsst Gemüse waschen, schnibbeln und anbraten. Wir haben esa für euch getestet: Es lohnt und schmeckt! Nur das Abwaschen hat uns nicht gefallen. Wem das zu viel ist, der findet an den zahlreichen Snack Points etwas feines für seinen Gaumen. Gesättigt kann man dann auch auf 1200 qm² ein Lasergame spielen.

Nicht nur ihr werdet durstig werden Auch euer Handy wird, wenn ihr mit vielen Bildern auf Twitter und Facebook den daheimgebliebenen Freunden eine lange Nase macht, dürsten. Dagegen hilft die Chill&Recharge-Station in Halle 6. Kabel braucht ihr nicht, von iPhone bis Mini-USB ist hier alles da.